Herzlich willkommen beim Förderkreis St. Severin Keitum e.V.
 
   

Vielfalt der Klänge und des Lichts


konzert-giesen.jpgKeitum. Die Sonne schien noch leuchtend hell durch die Nordfenster von St. Severin, als Heide Stöver, die Erste Vorsitzende des Förderkreises, in der bis zum letzten Notsitz gefüllten Keitumer Kirche die Besucher und vor allem den Jubilar Traugott Giesen begrüßte. Und als das Benefizkonzert zu Ende ging, waren Kirchenschiff und Emporen eingehüllt in das warme Rot des Kerzenscheins. So unterschiedlich wie die Vielfalt des Lichts gestalteten auch die drei Künstler des Abends – Organist Matthias Eisenberg, Geiger Andreas Hartmann und Kantor Alexander Ivanov – das Klangspektrum ihrer Musik. Kraftvoll dramatisch wie der Schein der untergehenden Sonne, zart melodiös wie das Flackern einer Kerze. Wer den Zuhörern während des Konzertes in die Gesichter schaute, konnte erleben, welch unterschiedliche Emotionen sie bewegten: eben noch tief versunken in die Faszination der Klänge von Orgel und Violine, die so leise und zerbrechlich klingen können wie bei dem Choralvorspiel „Ich ruf’ zu Dir, Herr Jesu Christ“ aus Bachs Orgelbüchlein oder dem Adagio der Sonate I g-Moll. Dann wieder bewegt, ja aufgeregt bei Toccata und Fuge F-Dur des Barockkomponisten oder auch der Toccata aus Charles-Marie Widors berühmter Orgelsinfonie Nr. 5 in f-Moll, für deren perfekte Interpretation die Besucher dem Organisten Ivanov spontan applaudierten. Nach der Orgelsonate d-Moll von Felix Mendelssohn-Bartholdy mit dem Choral „Vater unser im Himmelreich” und der klanglich anspruchsvollen Kombination von Solovioline und Orgel im „Thema mit Veränderungen“ von Rheinberger endete der festliche Konzertabend mit einer der virtuosen Improvisation Eisenbergs, die stets den von seinen Verehrern sehnlich erwarteten Abschluss der Konzerte bilden: diesmal über den Choral „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“, ein ursprünglich weltliches Lied aus dem 17. Jahrhundert, bei dem der Kirchenmusiker aufs Neue unter Beweis stellte, welch dramatisch emotionale Klangvielfalt er – und vielleicht nur er – dem wundervollen Instrument Mühleisenorgel entlocken kann. Text und Fotos: Pierre Boom

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Der  Förderkreis St. Severin Keitum e.V. lädt sehr herzlich ein
zur  diesjährigen, ordentlichen

Mitgliederversammlung


am  Mittwoch, dem  07. April 2010, um 16.oo Uhr in den
Gemeindesaal des Pastorats Keitum, Pröstwai 20.


Tagesordnung

                     I.    Begrüßung mit Festlegung der Protokollführung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
                     II.    Bericht des Vorstandes über das abgelaufene Geschäftsjahr
                     III.    Kassenbericht des Kassenwarts und Bericht der Kassenprüfer
                     IV.    Entlastung des Vorstandes
                     V.    Verschiedenes



Wir würden uns freuen, Mitglieder und Freunde des Förderkreises St. Severin Keitum e.V. zur diesjährigen Jahreshauptversammlung in großer Zahl begrüßen zu können.


Im Namen des Vorstandes
Heide Stöver
(1.Vorsitzende)

 

 

 

Die Organisten Matthias Eisenberg und Alexander Ivanov sowie der Überraschungsgast Mathias Schmutzler in St. Severin 

Stehende Ovationen für Musiker und Orgel 

matthias_eisenberg-in-st-se.jpgKeitum. Zehn Jahre sind vergangen seit dem Abschluss des ersten großen Sanierungsprojektes an St. Severin, dem Bau der neuen Mühleisenorgel. Aus diesem Anlass hatte der Förderkreis der Keitumer Kirche vergangenen Freitag zu einem Benefizkonzert eingeladen. Im Mittelpunkt stand das wundervolle Instrument, das 1999 von drei Orgelbauern der Leonberger Firma Mühleisen gefertigt und ausschließlich aus Spenden finanziert wurde. Dankbar erinnerte deshalb Heide Stöver, die 1. Vorsitzende des Förderkreises, zur Begrüßung an die wohltätigen Helfer, die den Bau der 1,6 Millionen Mark teuren Orgel ermöglicht hatten. Zum Auftakt des feierlichen Konzertabends erklang eine der populärsten Orgelkompositonen, die Toccata und Fuge in d-Moll von Bach, gespielt von Organist Alexander Ivanov. Hilfreich zur Seite beim Ziehen der Register und Umblättern der Noten stand ihm – auch bei der Sonate Nr. 3 von Mendelssohn Bartholdy - der prominente Ehrengast des Benefizkonzertes, Professor Matthias Eisenberg. Der langjährige Keitumer Kirchenmusiker war von seiner jetzigen Wirkungsstätte im sächsischen Zwickau angereist, um das Jubiläum „seiner“ Orgel zu feiern. Als Überraschungsgast tauchte Mathias Schmutzler, der Solotrompeter der Sächsischen Staatskapelle Dresden, auf. So erklangen spontan mit seiner Unterstützung das Konzert für Horn und Orgel von Henry Purcell und passend zu den Regengüssen am Beginn des Abends, die viele Zuschauer arg durchnässten, die Ouvertüre aus Händels Wassermusik. Den zweiten Teil des Konzerts gestaltete dann Matthias Eisenberg, diesmal assistiert von seinem Nachfolger Ivanov – unter anderem mit der Pastoral-Sonate in G-Dur von Josef Gabriel Rheinberger und Max Regers Fantasie und Fuge über B-A-C-H. Doch danach wollten ihn die begeisterten Besucher noch nicht gehen lassen. Ermuntert, ja geradezu angetrieben durch lang anhaltenden Beifall und Bravorufe, setzte Eisenberg mit virtuosen Improvisationen sowie der vollendeten Interpretation eigener Kompositionen den glanzvollen Schlusspunkt des Abends. Das dankbare Publikum feierte ihn und auch das Klangwunderwerk Mühleisenorgel mit stehenden Ovationen. Der Reinerlös dieses wundervollen Konzertes, und auch die anschließende Kollekte, sind ein erster finanzieller Beitrag für das neueste Spendenprojekt des Förderkreises: der dringend notwendigen Restaurierung des barocken, über 300 Jahre alten Bleidachs der Apsis an der Ostseite der Kirche. Insgesamt seien für die Beseitigung so genannter Perforierungsschäden – überall dringt Feuchtigkeit, sogar Wasser durch das Dach – 25.000 Euro erforderlich, sagte Vereinsvorsitzende Heide Stöver und ruft deshalb alle Freunde von St. Severin zu weiteren Spenden auf.

Text und Foto: Pierre Boom

 
 

Glockenstuhl und Apsisdach
Aktuelle und zukünftige Projekte des Förderkreises St. Severin Keitum e.V.


Nun ist es endlich soweit – St. Severin bekommt einen neuen Glockenstuhl. Nachdem der Förderkreis seit über einem Jahr Spenden für das Glockenstuhlprojekt gesammelt hat, ist der Förderkreis in der Lage die benötigten 50.000 € für die Errichtung eines aus Eichenholz gefertigten Glockenstuhls aufzubringen. Wir danken allen Spendern, die geholfen haben, dass dieses Projekt umgesetzt werden kann.
Die Stillegung der Glocken und der Ausbau des stählernen Glockenstuhls sind ein wichtiger und glockenstuhl.jpgwesentlicher Bauabschnitt im Rahmen der Turmsanierung durch die Kirchengemeinde Keitum. Die horizontalen Schwingungskräfte des in das Mauerwerk des Turmes eingelassenen Glockenstuhls haben bisher die Wände des Turmes extrem belastet. Nun soll ein nach historischem Vorbild aus Eichenholz gefertigter Glockenstuhl Abhilfe schaffen. Zur statischen und dynamischen Entlastung des Turmes werden drei hölzerne Glockenstühle durch die Firma Otto-Buer aus Neustadt angefertigt, um dann im Zuge der fortschreitenden Turmsanierung auf der zweiten Turmdeckenebene aufgebracht zu werden. So werden die drei Glocken von St. Severin, die älteste und wertvollste Gis-Glocke und die beiden kleineren Fis- und H-Glocken aus den 60’er Jahren ihren neuen Platz erhalten.

Stählerner Glockenstuhl aus
den 60 er Jahren im Turm
von St. Severin
  
Foto: LDSH


In der Zeit der Stillegung der Glocken, des Ausbaus des alten Glockenstuhls und des Einbaus des neuen Glockenstuhls werden die Glocken im Turm für ca. 10 Wochen schweigen. Zur Überbrückung dieser Zeit apsis.jpgersetzt ein vom Förderkreis finanzierter, provisorischer Glockenstapel, der auf der Südseite vor der Kirche installiert wird, mit der kleinen H-Glocke das fehlende Geläute im Turm. Begleitend zum aktuellen Projekt des Glockenstuhls wendet sich der Förderkreis bereits einem neuen Projekt zu. Die Restaurierung des Bleidachs auf der Apsis ist dieses neue Projekt. Bei dem Bleidach aus dem 17. Jahrhundert handelt es sich um eine einmalige historische Kostbarkeit; Es ist daher aus denkmalpflegerischer Sicht als besonders erhaltenswürdig einzustufen. Die Restaurierung der Halbkuppelapsis, die in ihrem Inneren den wertvollen spätgotischen Schnitzaltar beherbergt, ist dringend notwendig, da durch Perforierungen des Bleidachs die darunter liegende Holzkonstruktion bereits erhebliche Feuchtigkeitsschäden aufweist.

 

Historisches Bleidach aus dem
17. Jahrhundert auf der Apsis
der St. Severin Kirche

Foto: LDSH

Im Zuge der Restaurierung der Apsis durch die Kirchengemeinde Keitum hat sich der Förderkreis bereit erklärt, die Kosten für die Restaurierung des historischen Bleidachs, beziffert mit ca. 25.000 €, zu tragen. Daher bitten wir auch für dieses Projekt des Apsisbleidachs die Mitglieder und Freunde des Förderkreises St. Severin um finanzielle Unterstützung.


Helfen Sie mit, St. Severin zu bewahren. Spendenkonto: Förderkreis St. Severin Keitum e.V. • Sylter Bank eG • Konto 123 005 • BLZ 21791805. Eine Spendenbescheinigung wird gern erteilt.


Nach dem großen Erfolg des Benefizkonzerts zum Jubiläum des Förderkreises im letzten Jahr, dessen Reinerlös von 14.000 € dem Glockenstuhlprojekt zugute kam, veranstaltet der Förderkreis St. Severin auch in diesem Jahr ein Benefizkonzert, dessen Erlös diesmal dem Apsisbleidach gelten soll. Unter dem Motto 10 Jahre Mühleisenorgel in St. Severin, zum 1. Advent 1999 wurde die neue Orgel eingeweiht, werden Prof. Matthias Eisenberg und Alexander Ivanov gemeinsam ein Orgelkonzert in der St. Severin Kirche geben. Auch für dieses Konzert erhofft sich der Förderkreis, dem es neben der Erhaltung und Restaurierung an der Förderung des Musiklebens in der Keitumer Kirche gelegen ist, einen erfüllten Abend.

Heide Stöver 1. Vorsitzende

 

 
     
 

Fotodokumentation zum Glockenstuhl Projekt des Förderkreises

 
 

Demontage des alten stählernen Glockenstuhls

 
 

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 Errichtung des Glockenstapels vor der Kirche

 
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 Architekt Dietrich Fröhler, Vorsitzende des Förderkreises Heide Stöver und Pastorin Susanne Zingel im Gespräch

 
 

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  Fotos:   Nr. 1 LDSH
             Nr. 3 und 9 Volker Frenzel
             Nr. 2,4,5,6,7 und 8 Heide Stöver
 
     
     
 

 Ein gelungenes Jubiläum  

 
 

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Im Jahre 1978 wurde der Förderkreis St. Severin mit der Zielsetzung gegründet die Kirchengemeinde Keitum bei der Erhaltung und Restaurierung der spätromanischen denkmalgeschützten Keitumer Kirche ideell und finanziell zu unterstützen.

30 Jahre Förderkreis St. Severin empfand der derzeitige Vorstand, unter der 1. Vorsitzenden Heide Stöver, als „guten Grund zu feiern und Rückschau zu halten“. Als „Fest der Verbundenheit“, so Pastorin Zingel, wurden die Feierlichkeiten am Sonntag, dem 27. Juli 2008, mit einem Jubiläumsgottesdienst unter der Leitung von Pastorin Zingel und Pastor Reimann eröffnet. Mit dem Psalm 84, „Ich will lieber die Tür hüten in deinem Haus, als wohnen in der gottlosen Hütte“, versinnbildlichte Pastorin Zingel den Förderkreis als Türhüter der St. Severin Kirche zu Keitum. „Dreißig Jahre ist der Förderkreis lebendig, befördert die Kirche, belebt die Kirchenmusik und die Gemeinde“ so Pastorin Zingel.

Dabei verwies Pastor Reimann auf den Enthusiasmus, mit dem der Vorstand des Förderkreises in den vergangenen 30 Jahren die immerwährende Arbeit um und an St. Severin vorangetrieben hat und sprach als Bitte für die Zukunft aus „Verzagtheit darf der Förderkreis nicht an den Tag legen“.

Auch Pastor Giesen reihte sich als Initiator des Förderkreises und langjähriger Pastor der Keitumer Kirche mit einer Ansprache in den Gottesdienst ein. „Jeder von uns hat einen Ort, wo er die Inbrunst der Lebendigkeit spürt und an diesen Ort geht er immer wieder. Diese Inbrunst verbinde ich mit St. Severin und Sie auch.“ Traugott Giesen zeigte hierdurch, was ihm und vielen anderen die St. Severin Kirche bedeutet und daher sind „alle, die dieses Kirchlein als Ort des Glücks erlebt haben, verantwortlich für ihren Erhalt“, nicht zuletzt „um den Kindern weiterzugeben, was uns wichtig war“.

Der Gottesdienst zeigte ein facettenreiches Bild der St. Severin Kirche und der Arbeit des Förderkreises auf, dass unter der Gestaltung des Organisten Alexander Ivanov eine musikalisch festliche Note erhielt. Der St. Severin Chor mit Verstärkung durch den Deutsch-russischen Chor aus Hamburg  und Vladimir Anohin an der Violine erfüllten den Klangraum Kirche in einer besonderen Weise und bekräftigten damit das gesprochene Wort.

Am darauf folgenden Donnerstag erwartete die Förderer und Freunde des Förderkreises St. Severin mit dem Benefizkonzert anlässlich des Jubiläums ein weiteres Highlight. Prof. Matthias Eisenberg an der Orgel und Prof. Mathias Schmutzler an der Trompete gestalteten einen fulminanten musikalischen Abend u.a. mit Werken von Biber, Bach und Mozart unter dem verbindenden Leitgedanken „Soli Deo Gloria“. Der unentgeltliche Einsatz des langjährigen, ehemaligen Organisten der Keitumer Kirche Matthias Eisenberg und von Mathias Schmutzler, der in der Vergangenheit schon oftmals die Keitumer Kirche mit Trompetenklängen erfüllte, machte deutlich, wie verbunden die Künstler der St. Severin Kirche gegenüberstehen und dass dies nicht zuletzt auch auf eine Verbundenheit zum Förderkreis zurückzuführen ist.

Doch nicht nur den beiden Musikern sondern vor allem auch den ehrenamtlichen Helfern und den großzügigen Sponsoren ist es zu verdanken, dass die Jubiläumsfeierlichkeiten zu einem „Fest der Verbundenheit“ wurden, dass im Anschluss an das Konzert in einem gemeinsamen Treffen von Mitgliedern und Freunden des Förderkreises mit den Künstlern im Gemeindehaus bei Wein und Gesprächen seinen Ausklang fand. Gritje Stöver 

Um Sie über die dreißigjährige Arbeit des Förderkreises zu informieren und Ihnen einen Einblick in die zukünftigen Projekte zu gewähren, hat der Förderkreis eine kleine Festschrift erstellt. Diese kann per E-Mail unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können oder postalisch unter Förderkreis St. Severin Keitum e.V. Pröstwai 20 25980 Keitum/Sylt-Ost angefordert werden und wird Ihnen dann kostenfrei zugesandt.

Im Namen des Vorstandes Heide Stöver, (1.Vorsitzende)
Förderkreis St. Severin Keitum e.V., Pröstwai 20, 25980 Keitum, Tel.:04651/31713
homepage: http://www.st-severin.de/ (Link: Förderkreis), e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Spendenkonto: Sylter Bank e.G.(BLZ 217 918 05) Konto123 005

 

 

 
   
 
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